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Verein der Hundefreunde LadenburgVerein der Hundefreunde LadenburgVerein der Hundefreunde LadenburgVerein der Hundefreunde LadenburgVerein der Hundefreunde Ladenburg

 

Zum 100. Geburtstag

Verein der Hundefreunde Ladenburg/N. von 1910 e.V.

„Pflege einen Hund gesund, und er wird dich nicht beißen.

Das ist der Unterschied zwischen Mensch und Tier.“

Es ist nicht mehr erforschbar, ob dieser Spruch von Mark Twain den Männern Pate stand, die am 10. Juni 1910 im Gasthaus „Zum Schiff“ den „Verein der Hundefreunde Ladenburg a. N. und Umgebung“ aus der Taufe hoben. Die Kynologie, also die Lehre von der Zucht, der Dressur und den Krankheiten des Hundes, verbunden mit geselligem Miteinander, bewegte sie zu dem Schritt. Und solches bestimmte auch die ersten Jahre ihres Wirkens.

Dass heute 220 Mitglieder den Verein tragen, dessen Ansehen den Verantwortlichen Gewähr genug bot, zum 75. Geburtstag die Siegerprüfung des Südwestdeutschen Hundesportverbandes und zum 100. Geburtstag die Deutschen Meisterschaften und Deutschen Jugendmeisterschaften des Deutschen Hundesportverbandes (dhV) anlässlich der Jubiläen nach Ladenburg zu vergeben, erforderte immer wieder neuen Idealismus und Pioniergeist, wie der Lebenslauf des Vereins beweist.

So darf denn der Chronist ohne die dem Mitglied auferlegte Zurückhaltung auch die sich reichlich auftuenden Abgründe sehen und damit das Auf und Ab zur Laudatio für eine Hand voll Mitglieder machen, ohne die der VdH Ladenburg /N. von 1910 e.V. längst der Vergangenheit anheim gefallen wäre.

Zudem gereicht auch die Schilderung einiger Begleiterscheinungen der Anfangszeit den heutigen Hundefreunden nicht zum Nachteil, eher zur Würdigung einer nachahmungswürdigen Haltung gegenüber dem ältesten vierbeinigen Siedlungsgenossen des Menschen.

 

Die Anfänge im Kaiserreich

Aus der Gründungsversammlung gingen Fritz Wahl als erster Vorsitzender, Friedrich Schrepp sen. als zweiter, Kassier Reifenschweiler, Felix Finke als Geschäftsführer, Friedrich Stenz als Zuchtwart  sowie die Beisitzer Fritz Schrepp und Paul Kuppel gewählt hervor. Wittmann, Friedrich Kraus, Fritz Schäfer und Gustav Weiler waren weitere Gründungsmitglieder.

An großen Aktivitäten konnte natürlich nicht sofort gedacht werden. Information stand im Vordergrund. In Vortragsabenden und beim Besuch von Rassehundeaustellungen in der Umgebung sammelten die Mitglieder Anregungen und Erfahrungen.

Diese Praxis wurde auch 1911 weitergeübt. Im Vorstand trat auf der ersten Hauptversammlung Gustav Weiler an die Stelle des zurückgetretenen Kassier Reifenschweiler. Aber ansonsten begann der junge Verein mit echter Arbeit.

Heutige Hundefreunde möchten es lieber vergessen. Doch es gehört nun mal in die Geschichte des Hundesports schlechthin.

Die Zeiten und die Weltanschauung waren andere. Mitglied Sebastian Hauck erwarb sich Verdienste mit dem Bau eines sogenannten Rattenzwingers im Frühjahr 1911. Im Juli sah das Gasthaus „Zum Schiff“ mittels dieser Einrichtung das erste „Rattenwürgen“. Unter den kritischen Augen des Preisrichters Professor Treiber aus Plankstadt kämpften Hunde von Mitgliedern und Freunden um den Titel des besten Rattenfängers.

Lieber erinnern sich die Veteranen an die erste Polizeihundevorführung im Juli 1912, die der Verein auf dem Ladenburger Festplatz organsierte. „Tell vom Flügelrad“ brachte als bester Schutzhund des Tages mit der Note V1 seinem Besitzer Sauter aus Großsachsen Anerkennung ein.

1913 löste Karl Gärtner aus Friedrichsfeld Geschäftsführer Felix Finke und Jakob Katzenmeier Beisitzer Fritz Schrepp im Vorstand ab.

Unter Kampfrichter Dr. Rapp aus Heidelberg ging im Sommer 1913 die zweite Rattenfänger-Prüfung über die Bühne. Friedrich Kraus und Friedrich Stenz bewerteten die dritte im Sommer 1914 in Friedrichsfeld.

Dann rief Kaiser Wilhelm zu den Fahnen. Die Vereinsarbeit brach ab.

 

Zwischen den Kriegen

Die erste Hauptversammlung nach dem Untergang des Kaiserreichs belebte 1919 im Gasthaus „Zur Eintracht“ das erstorbene Vereinsleben. Nach wie vor lenkte Fritz Wahl die Geschicke. „Pfostenschauen“ zu Christi Himmelfahrt verschafften in der Folgezeit dem Verein wieder Ansehen. Der stete Wechsel zwischen Ladenburg und Schwetzingen machte den Namen auch regional bekannt.

Namen wie Karl Gattung, Friedrich Hofherr, Paul Kuppel, Franz Schork, Theodor Volz, Georg Kuppel und Jakob Schork prägten diese Zeit.

In der Mulde zwischen Sickingen-Schule und Städtischer Turnhalle begannen zaghafte Dressurversuche. Der Aufschwung setzte ein.

Unter Karl Gattung, der 1934 den Vorsitz übernahm, erwarb der Verein große Anerkennung durch zwei Katalog-Schauen.

Herausragend dabei die große Jubiläums-Katalog-Schau an Christi Himmelfahrt, dem 30. Mai 1935. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Kurt Pohly fanden die Hundefreunde damit die Anerkennung des Reichsverbandes für das Deutsche Hundewesen.

Ein junger Mann machte mit seinem Engagement für beide Veranstaltungen auf sich aufmerksam. Allerdings ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand, dass er einmal entscheidendes Kapitel der Vereinsgeschichte schreiben sollte: Der heutige Ehrenvorsitzende August Schäfer.

Vorerst setzte der Ausbruch des zweiten Weltkriegs im September 1939 dem Vereinsleben erneut ein gewaltsames Ende. Karl Gattung musste für Führer und Vaterland ins Feld. Friedrich Schäfer hielt als kommissarischer Obmann zwar den Verein am Leben, konnte jedoch mangels Masse keine Aktivitäten entwickeln.

 

Wiedergeburt unter neuen Vorzeichen

Der Weiße Sonntag 1947 steht als Markstein im bewegten Leben des Vereins der Hundefreunde. Es war August Schäfer, der nicht länger abwartend zusehen konnte und das Ruder des dahintreibenden Schiffs in die Hand nahm. Er ließ nicht locker, bis am Weißen Sonntag 1947 mit dem ersten Training auf dem Sportplatz am Wasserturm der Verein auf hundesportlicher Basis in eine neue Zukunft startete.

Auf der nächsten Hauptversammlung übernahm er offiziell den Vorsitz des Vereins, dem er in der Folgezeit seinen Stempel aufprägte. Und er tat es in einer schwierigen Zeit. Aber es spricht über seinen Einsatz, dass er Fleischzuteilung für Hunde durchsetzte.

Damals erschien es aus der Sicht leerer Mägen nahezu brutal, wenn diese Kost Rassehunden vorbehalten blieb. Doch es ging darum, wenigstens Rassen zu erhalten, wenn schon das Überleben von Hunden fraglich war.

Dabei blieb die Nahrungssorge nicht das einzige Problem. Der Übungsplatz stand auch nicht jeden Sonntag zur Verfügung. So wuchs denn sehr bald der dringende Wunsch nach eigenem Gelände, da Fußballspiele die Hundefreunde vierzehntägig zwangen, auf die Pferdekoppel auf den Neckarwiesen auszuweichen.

1949 erhielt der älteste Verein seiner Art am unteren Neckarlauf einen offiziellen Anstrich. Er trat dem Württemberg-Badischen Dressurverband für Schutz- und Polizeihunde, dem heutigen Südwestdeutschen Hundesportverband bei. Und im gleichen Jahr, genau am 11. November 1949 unterzeichneten die Verantwortlichen den Pachtvertrag über ein Ackergrundstück im Schmittswingert, II. Gewann. Am 6. August 1950 bot die Einweihung des Übungsplatzes in der Nähe des Friedhofs der Bevölkerung ein hundesportliches Großereignis. Das Programm mit Autofalle, Raubüberfall auf Geldtransport, Sprung durchs Feuer, Kassenraub bei der Bundesbahn, Kindesraub und vielem mehr zeigte die Vielseitigkeit der abgerichteten Vierbeiner.

Kurz zuvor, am Ostermontag, dem 10. April 1950 hatten die Hundefreunde mit der Friedrich- Stenz- Gedächtnisausstellung einem ihrer Gründungsmitglieder ein Denkmal gesetzt und zugleich das vierzigjährige bestehen des VDH Ladenburg a. N. und Umgebung begangen. Aber mit dem eigenen Übungsgelände begann erst jetzt unter August Schäfer der eigentliche Weg nach oben.

 

Sportlich und gesellig aktiv

Der Verein zählte inzwischen rund 100 Mitglieder. Feiern im Rosensaal, Kappenabende in der Jahnhalle und Vereinsausflüge verewigten vor allem Liselotte und Ernst Fröscher in den Annalen. Sportlich begann die große Zeit von Adolf Weinmann und seinem schon fast legendären Schäferhund „Eitel von Dobelgraben“. Aber auch der ehemalige Ladenburger Polizeichef Herbert Emmert, Willhelm Kreis, Fritz Zeiler, Rudi Schmitt, Peter Fath, Richard Maschek und nicht zuletzt Otto Klingebeil prägten das Vereinsgesicht der 50er Jahre.

1951 erfolgte dann der Eintrag des „Verein der Hundefreunde Ladenburg a. N. von 1910 e.V.“ ins Vereinsregister. Die Anerkennung blieb nicht aus. Bürgermeister Adam Herdt übernahm die Schirmherrschaft für den Schutzhunde- Wettkampf um die Goldene Siegerplakette am 6. Juli 1952. Adolf Weinmann mit Eitel vertrat die Ladenburger Farben. Ein Jahr später, am 28. Juni 1953 erfreute sich die große Katalogausstellung für Hunde aller Rassen, zugleich Vorschau auf die Bundessiegerausstellung, der Gönnerschaft des stellvertretenden Bürgermeisters Karl Schlegel. Stolze 326 Nennungen machten diese wieder aufgegriffene Friedrich- Stenz- Gedächtnisausstellung zu einem vollen Erfolg.

Weit weniger Erfolge waren den Männern um August Schäfer bei ihrem Bemühen um ein Vereinsheim beschieden. Die Pläne scheiterten am Einspruch von Eigentümern.

So bewiesen die Hundefreunde erneut ihren Pioniergeist. Sie griffen zu, als die Stadtverwaltung ihnen 1954 das heutige Gelände am Schwimmbad anbot, trotz der erneuten Belastung innerhalb nur weniger Jahre.

Die Herausforderung trennte unter den Hundefreunden die Spreu vom Weizen. Einige wuchsen über sich hinaus. So Peter Fath und Rudi Schmitt, die ihre Arbeitskraft maßgeblich in die neue Anlage einbrachten. Aber auch Ernst Heckel, Franz Hellinger, Theodor Volz, Edmund Krauß, die Firma Hermann Heid und Otto Klingebeil trugen die Entwicklung durch finanzielle und materielle Unterstützung.

Die große hundesportliche Gemeinschaftsveranstaltung der neugebildeten Ringgemeinschaft für den Hundesport musste allerdings am 12. September 1954 noch auf dem Sportplatz am Wasserturm über die Bühne gehen. Der SV Feudenheim, VdH Ladenburg, VdH Ilvesheim und VdH Weinheim richteten einen Hundewettkampf mit dem Pflichtübungen: Spur, Gehorsam und Mannarbeit aus. Schauübungen wie Raubüberfall, Autofalle und Kindesraub lockerten das Programm auf. Ab 17 Uhr tobte das Volksfest im Festzelt.

1959 trugen Vereinsmitglieder mit überregionalen Erfolgen den Namen der Stadt und speziell ihrer Hundefreunde weit ins Land. Am 10. Mai erzielten Theodor Schmitt mit Foxterrier, Max Müller mit Rottweiler, Martin Hauck mit Bernhardiner und Karl Gattung mit Zwergschnauzer beachtliche Wertungen auf einer Ausstellung in Karlsruhe. Theodor Schmitt wiederholte seinen Erfolg am 26. Mai in Wiesbaden, wo auch Gerda Laukens mit Deutscher Dogge erfolgreich war. Am 31. Mai gefielen in Ludwigshafen erneut Gerda Laukens Dogge, daneben der Bernhardiner von Martin Hauck und die Deutschen Schäferhunde von Karl Rückert, Adolf Weinmann und Hermann Kast. Mit Foxterrier belegte Theodor Schmitt und Anton Kropp am 6. September gute Plätze in Kallstadt. Martin Hauck und Gerda Laukens waren am 13. September in Ludwigsburg erfolgreich. Karl Gattung heftete am 4. Oktober in Neckargemünd Ruhm auf die Vereinsfahne.

Dass das 50jährige Jubiläum erst 1961 gefeiert wurde, lag wohl an der Fertigstellung des Clubheims in diesem Jahr. Das ließ besonders freudig feiern. Allerdings forderte das Ereignis mehr Raum, als ihn das bescheidene Vereinsheim bieten konnte. So ging der eigentliche Festabend am 6. Mai 1961 in der Jahnhalle über die Bühne.

Die große Jubiläums- Schau führte unter der Gönnerschaft des Ladenburger Bürgermeisters Dr. Hermann Hohn und der Ausstellungsleitung von August Schäfer Hundefreunde aus der ganzen Bundesrepublik und dem Ausland auf dem Freigelände am Martinstor zusammen.

Ein selbst hergestellter Film über die Arbeit auf dem Übungsgelände beim Filmabend am 18. Juli 1964 und ein Vortragsabend mit Lehrfilm über Hundekrankheiten und deren Behandlung mit dem Referenten Dr. Boos aus Schriesheim am 21. Januar 1965 zeugen noch von einem gesunden Vereinsleben.

Unter der Schale begann es jedoch zu kriseln. Das wurde deutlich, als August Schäfer nach 18 Jahren auf der Hauptversammlung 1966 sein Amt als erster Vorsitzender zur Verfügung stellte. Es wäre aber sicher zu einfach, wollte einer es seinem Nachfolger Erich Saueressig anlasten, dass bis 1967 der Verein beinahe zum Erliegen kam. Er hatte bereits ein Jahr an zweiter Stelle gewirkt, aber vielleicht nicht erkannt, wie sehr ihn das sinkende Schiff überforderte.

 

Erneute Belebung

Solange es aber Leute gab wie August Schäfer, Hans Schork, Karl Gattung und einige mehr, konnte der Verein nicht untergehen. Der Januar 1968 stand ganz im Zeichen des neuen Anfangs. Wie schon einmal vor dem Kriege nahm Karl Gattung das Steuer in die Hand. Neue Impulse brauchte der Verein, und diese sollte er erhalten.

Bereits im nächsten Jahr, am 22. Februar 1969 tagte die erste Hauptversammlung im eigenen Vereinsheim. Vielleicht gehörten Ehrungen als Ansporn ins neue Konzept. Otto Klingebeil hatte bereits seine letzte Ruhestätte gefunden. Der verdiente Mann, einige Jahre auch zweiter Vorsitzender, konnte die Würdigung seines Wirkens nicht mehr entgegennehmen. Da jedoch der Mann nur leistet, was die Frau an seiner Seite mitträgt, setzte 1969 die Ehrenmitgliedschaft von Cyrilla Klingebeil auch ihm ein Denkmal. Ein weiteres setzte das neue Ehrenmitglied selber, indem sie den heute sehr begehrten Otto-Klingebeil-Pokal als Wandertrophäe für einen jährlichen Schutzhunde-Wettkamf stiftete.

Kaum aber war dem Verein neues Leben eingehaucht, griff der Neckar nach seinem Nerv. Zur Feier des 60jährigen Jubiläums sollte die Übungsanlage Hundefreunde aus nah und fern im Wettkampf vereinen. Aber extremes Hochwasser riss die Umzäunung ein. Die Anlage versank in Schlammmassen. Das Jubiläum fiel wörtlich ins Wasser.

Einige unbeugsame Mitglieder schafften dank Unterstützung der Stadt Ladenburg und des Südwestdeutschen Hundesportverbandes das scheinbar Aussichtslose. Die Anlage wurde wieder hergerichtet.

Namen wie Leo Parys, der lange Jahre die Vereinskasse und die Wirtschaft im Vereinsheim führte, oder wie Roland Kupka und Adolf Weinmann, gingen als tragende Säulen dieser Zeit in die Vereinsgeschichte ein.

In den Jahren 1971 bis 1975 standen zweimal Heinrich Schmidt und einmal Rudi Schmitt an der Vereinsspitze. Vergeblich vertrat der damalige Geschäftsführer Hans Schork die Überzeugung, dass das Schicksal des Vereins nicht im Vereinsheim, sondern auf dem Übungsplatz entschieden werde. Die sportliche Aktivität war durch das schwere Hochwasser und folgende leichtere Überschwemmungen empfindlich getroffen.

Die hochverdiente Ernennung von August Schäfer zum Ehrenvorsitzenden am zweiten Weihnachtsfeiertag 1973 täuschte darüber ebenso wenig hinweg, wie die Hans Schork im März 1975 verliehene Ehrenmitgliedschaft.

 

Der endgültige Aufschwung

Die Hauptversammlung 1976 stellte die Weichen auf Zukunft. Konkrete Pläne wurden diskutiert, wie der hundesportliche Sektor anzukurbeln war. Otto Schmitthauser nahm die Herausforderung als erster Vorsitzender an. Dank seiner Vorstandskollegen vermochte er die Idee umzusetzen. Das Jahr 1977 wurde zum bisher  erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Die Mitgliederzahl schnellte nach oben. Der rege Übungsbetrieb fand in sportlichen Erfolgen seinen Ausdruck.

Am 24. Juli 1979 fanden die Hundefreunde Ladenburg die Unterstützung der Kreisgruppe 03 und der Polizeihundestaffel für eine hundesportliche Großveranstaltung auf dem Sportplatz am Wasserturm. Im Jahr des Kindes floss der Erlös der Martinsschule zu.

Der große Erfolg brachte am 4. Mai 1980 die zweite Qualifikationsprüfung der Kreisgruppe 03 nach Ladenburg. Erwin Lauinger vertrat dabei die Vereinsfarben hervorragend. Er erzielte die Note „sehr gut“ und schaffte damit die gleiche Leistung wie am 20. April in Meckesheim.

Aber auch ein Mann wie Wolfgang Mantei muss im Zusammenhang mit dem 70jährigen Jubiläum erwähnt werden. Der große Festabend am 12. Juli 1980 mit erlesenem Programm in der Lobdengauhalle übertraf alle Erwartungen, wenn auch weniger Ladenburger Vereinsvertreter als gewünscht dem Jubilär die Ehre erwiesen.

Als der Kreisgruppen-Pokalkampf der Kreisgruppe 03 am 9. August 1981 die erreichte Stellung des Vereins unterstrich, sah Otto Schmitthauser seine Aufgabe erfüllt. Erwin Lauinger trat an die Spitze. Die Fährtenhund- und Jugendsiegerprüfung der Kreisgruppe 03 lief am 5. September 1982 unter seiner Regie.

Ein besonderes Ereignis verzeichnen die Annalen am 20. November 1983. Im Auftrag des Deutschen Hundesportverbandes wurde dem Ehrenvorsitzenden August Schäfer anlässlich seines 80. Geburtstages die VdH-Nadel in Gold mit Kranz für seine außerordentlichen Verdienste verliehen.

Weniger erfreulich und wesentlich stiller vollzog sich ein erneuter Vorstandswechsel um die gleiche Zeit. Otto Schmitthauser löste den zurückgetretenen Erwin Lauinger wieder an der Vereinsspitze ab. Toni Ferrante, inzwischen ebenfalls hundesportlich zum Vereins-As avanciert, trat als zweiter Vorsitzender an seine Seite.

Die jüngste Ehrung besonderer Art datiert vom 1. März 1984. Anlässlich des 80. Geburtstages wurde Ernst Heckel die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied überreicht.

 

75 Jahre VdH Ladenburg

Die besten Hunde des Südwestdeutschen Hundesportverbandes gingen im Ladenburger Römerstadion mit ihren Führern zur Leistungssiegerprüfung am 24.08. und 25.08.1985 an den Start. Für den Verein der Hundefreunde Ladenburg war dieses Grossereignis aber weit mehr als eine Ehre, es ausrichten zu dürfen: Es krönte die Feier, mit der der Verein auf 75 Jahre Bestehen zurückblickte. Es waren nicht ständig 150 Aktive, die damals für das Ansehen standen, das die Verantwortlichen zur Vergabe der Leistungssiegerprüfung nach Ladenburg bewogen, so begrenzte sich der Rückblick zwangsläufig zum Hohelied auf eine Handvoll Männer. Und im steten Auf und Ab vollzog sich auch ein Wandel in den Zielen, von reinen Interessengruppen zum über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten hundefreundlichen Verein, bei dem der Sport eine große Rolle spielte.

So konnte der 1. Vorsitzende des Jubelvereins, Otto Schmitthauser, neben dem Schirmherrn der Veranstaltung, Bürgermeister Reinhold Schulz, und mehreren Vertretern des Stadtparlaments auch den Vorsitzenden des Südwestdeutschen Hundesportverbandes, Rainer Gerstenlauer, sowie zahlreiche Abordnungen der benachbarten Hundesport- und sonstigen Vereine zum Festabend in der Lobdengauhalle begrüßen, nicht ohne dabei auch die Teilnehmer der swhv-Leistungssiegerprüfung und den Ehrenvorsitzenden des Vereins der Hundefreunde, August Schäfer, zu erwähnen.

An den zwei Tagen darauf galt das Hauptinteresse den 36 Frauen und Männern mit ihren unglaublich diszipliniert beiwohnenden Hunden, die sich unter gestrengen Augen der Leistungsrichter Horst Jansen, Georg Schermayer, Herbert Walter und Klaus Regending um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Hameln mühten.

Stellvertretend für die 16 Teilnehmer, die sich für Hameln qualifizierten, seien hier die ersten drei Sieger genannt. Diese waren: 1. Werner Unruh, VfH Kandel mit Tim (293 Pkt.), 2. Andreas Eule, VfH Kandel mit Tomy (288 Pkt.) und 3. Gerhard Wolfschläger, HSZV Hambrücken mit Karo (288 Pkt.).

 

Aufbruchstimmung

Das Jahr 1988 kennzeichnete den neuen Kurs und rief zur Aufbruchstimmung auf. Hans Schork, der mit seiner 40- jährigen Leistungsbreitschaft die Entwicklung des Vereins maßgeblich mit bestimmte, stellte aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter zur Verfügung. Planungen zu einem neuen Vereinsheim und die Erweiterung und Umgestaltung der Platzanlage, bereits 1987 begonnen, sollten den neuen Kurs ansteuern, der neben dem Schutzhundesport auch genügend Platz für den Turnierhundesport (Breiten- oder Hobbysport für Hunde aller Rassen und Größen) bietet und sich der Jugend öffnete. Hier sollte der Hebel angesetzt werden, um neue Mitglieder zu gewinnen und nicht die Zeichen der Zeit zu verschlafen.

Wir dürfen uns nichts vormachen, vor dieser Zeit war Hundesport aus heutiger Sicht eine ziemlich eintönige Angelegenheit. Es konzentrierte sich alles auf die Schutzhundeausbildung, mit dem schon durch die geeigneten Hundearten sehr eingeschränkten Teilnehmerkreis.

Zwei Jahre, 1989 und 1990, hatte Otto Schmitthauser den Verein als kommissarischer Vorsitzender zusammen mit Hans Schork, der die Geschäftsführung übernahm, geleitet. Vorausgegangen waren interne Unstimmkeiten, die die anstehenden Neuwahlen 1989 verhinderten und eine zweijährige Durststrecke auslösten. Eine Jahreshauptversammlung wurde 1990 nicht abgehalten, auch das sportliche Geschehen lag brach.

Im März 1990 wurde dann die Breitensportarbeit gestartet. Viel geleistet hat hier Elisabeth Althof, von Beruf Tierheilpraktikerin, die das sportliche Konzept mit sehr viel Engagement beim VdH Ladenburg umsetzte.

 

Neubau

Hinter den Kulissen tat sich aber einiges. Vor allem Hans Schork und Wolfgang Jeck gelang es, die Mitglieder neu zu motivieren und zu gewinnen, Verantwortung zu übernehmen. So verliefen 1991 die Neuwahlen ohne große Probleme. Zum 1. Vorsitzenden wurde Wolfgang Jeck gewählt. Das Amt des 2. Vorsitzenden übernahm Herbert Kammerer.

Ein lang gehegter Wunsch der Hundefreunde wurde, im Zuge des neugefundenen Elans, in Angriff genommen. Spatenstich und Grundsteinlegung für den Neubau des Vereinsheims mit Gastronomieräumen und Anliegerwohnung erfolgte dann drei Monate später am 19.April 1991. Gebaut wurde direkt neben dem alten Vereinsheim, das nach dreißig Jahren dem aktuellen Standard nicht mehr entsprach.

Bereits am 11. Juli 1991 erhoben die Zimmerermeister Alfonso Siracusa und Gotthard Krieck ihr Glas zum Richtspruch.

Auch sportlich gelang es offensichtlich eine Bedarfslücke zu füllen. Mit der Gründung einer Abteilung “Breitensport“ konnte man das 1. Ladenburger Breitensport-Turnier endlich auf der erweiterten Übungsanlage am 27. und 28.Juli.1991 ausrichten.

Im Oktober 1991 entluden sich dann die in den letzten Monaten aufziehenden dunklen Wolken zu einem heftigen Gewitter. Auslöser waren die negativen finanziellen Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit dem Neubau des Vereinsheims und führten in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Abwahl des 1. Vorsitzenden Wolfgang Jeck am 23.Oktober 1991. Die Versammlung sprach zudem dem 2. Vorsitzenden, Herbert Kammerer, das Vertrauen aus und wählte ihn zum neuen 1. Vorsitzenden.

Die dunklen Wolken, die sich im Dezember 1992 nach dem Konkursantrag Herbert Kammerers existensbedrohend über dem Hundeverein zusammengezogen hatten, hellten sich langsam, aber sicher auf. Die drohende Konkurseröffnung konnte durch die neue Vorstandschaft, die am 20.MaI 1992 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung bestellt wurde, abgewendet werden. Horst Gögel als 1. Vorsitzender und sein Team hatten einen Finanzierungsplan zur Fertigstellung des Vereinsheims vorgelegt, der von Dr. Klaus Berner, als Sequester, befürwortet wurde. Die schwerste Hürde in der Vereinsgeschichte war überwunden.

So konnte man, nachdem die Turbulenzen wieder abgeflaut und die entstandenen Wunden „geleckt“ waren, die erste Jahreshauptversammlung im eigenen Heim mit dem Flair einer durch die Vorfälle in der Vergangenheit zusammengeschweißten Gemeinschaft am 02.Juni 1993 abhalten und die bevorstehenden Herausforderungen mit neuem Elan anpacken.

 

Sportlicher Aufschwung

Die folgenden Jahre waren geprägt, den Breitensport als auch den Schutzhundesport wieder zu beleben und den Verein in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Breitensportturniere und Prüfungen im Schutzhundesport sowie die Teilnahme an den Altstadtfesten, Sommertagsumzügen, Ferienprogrammen der Stadt standen regelmäßig auf der Tagesordnung. Auch die interne Geselligkeit wurde wieder mit diversen Festen und Aktivitäten ausreichend gepflegt.

Mittelfristig war es zwar ein weiteres Ziel, den Verein zu entschulden. Dabei enstanden auch 1998 erste Gedanken das Vereinsheim zu veräußern; eine neue „Bleibe“ sollte gesucht werden, da die Kombination Gastronomie/Hundeverein von atmosphärischen Störungen begleitet wurde.

In der Jahreshauptversammlung am 23.November 2000 stand der 1. Vorsitzende, Horst Gögel, für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zu Verfügung. Acht Jahre waren laut Aussage von ihm interessante, erfolgreiche und verantwortungsbewusste Jahre, die auch ihm viel Freude bereitet hätten. Zum Nachfolger wurde Toni Ferrante gewählt. An seiner Seite übernahm Peter Schuster das Amt des 2. Vorsitzenden und des Geschäftsführers.

Leider schlug das lange Suchen nach einer neuen „Bleibe“ fehl und auch der mittlerweile notwendige Verkauf des Vereinsheims gestaltete sich als äußerst schwierig.

Letztendlich wurde im Herbst 2002 ein kompetender Käufer gefunden, der unter anderem dem Verein eine dauerhafte „Bleibe“ vertraglich ermöglichte. So konnte der Verein auf seinem angestammten Platz verbleiben und mit Fody’s Gastronomieunternehmen hatte man einen idealen Partner gefunden.

Trotz Erweiterung- und Umbaumaßnahmen am alten Vereinsheim, der sich über ein Jahr erstreckte, konnte der Übungsbetrieb aufrecht erhalten und weiter ausgebaut werden. Der Fokus lag jetzt eindeutig auf den sportlichen Angeboten im Turnierhundesport, der sich zu immer größerer Beliebtheit entwickelte. Der Mitgliederzuwachs bestätigte eindeutig diesen Trend.

Unterbrochen werden konnte diese Entwicklung auch nicht durch einen Vorstandswechsel, der sich am 30.November 2003 vollzog. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung übernahm Peter Schuster den 1. Vorsitz, zum Stellvertreter avancierte Werner Meier.

Die erste Bewährungsprobe, nach längerer Durststrecke an exponierten Turnierausrichtungen, bestand der Verein in sportlicher wie organisatorischer Hinsicht am 05. und 06.Juni 2004. Teilnehmer der Kreisgruppe 03 des Südwestdeutschen Hundesportverbandes (swhv) ermittelten ihre Sieger in den Disziplinen des Turnierhundesports. Für den VdH Ladenburg errangen im Hindernislauf der Jugendklasse Markus Pfeilschifter, Christina Neu, Janina Neu und Martin Schuster jeweils in ihrerAltersklasse den Titel „Kreismeister“. Im Vierkampf 1 (VK 1) wurde Martin Schuster mit seiner Hündin Fly Kreismeister. Dank der gelungenen Primiere und einer Vielzahl engagierter Mitglieder wurden innerhalb der Vorstandschaft neue Ziele geschmiedet. Das 100-jährige  Vereinsjubiläum im Jahr 2010 rückte in erreichbare Nähe. Etwas „Großes“ musste her, um den 100. Geburtstag gebührend zu unterstreichen. So bewarb man sich um die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften und der Deutschen Jugendmeisterschaften des Deutschen Hundesportverbandes (dhv) im Turnierhundesport für 2010.

Der Zuschlag zur Ausrichtung erfolgte in der Mitgliederbeiratstagung des dhv in Seeheim/Jugenheim am 15.April 2007.

Im Zusammenhang mit der Bewerbung für die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften konnte der Verein, auf Anfrage des Obmanns für Turnierhundesport des swhv, Martin Heß, als Zusatzbonbon die Ausrichtung der swhv Verbandsmeisterschaften im THS im angrenzenden Römerstadion am 05. 07. und 06.Juli 2008 gewinnen. Unser Dank galt in diesem Zusammenhang auch der Stadtverwaltung Ladenburg, insbesonders Bürgermeister Rainer Ziegler, für die Überlassung des Römerstadions.

Diese Zusatzaufgabe diente vor allem der Generalprobe für das Jubiläumsjahr 2010 und gleichzeitig dazu, die Organisationsstärke des Vereins auf die Probe zu stellen.

Die erstmalige Teilnahme des VdH Ladenburg, Anfang Juli 2007, an den Verbandsmeisterschaften des swhv im Turnierhundesport in Jechtingen war daher eine sehr gute Gelegenheit, die Organisation und den Ablauf solch einer Großveranstaltung hautnah zu erleben. Die dort gesammelten Eindrücke unserer Aktiven Martin Schuster mit Fly, Dieter Neu mit Amica und Udo Wälz mit Truc Sisdits im CSC und einer Vielzahl mitgereister Schlachtenbummler waren nützlich für die eigene Veranstaltung.

Zum Saisonabschluss 2007 veranstaltete der Verein erstmals eine Obedience Prüfung in der nahegelegenen Reithalle des Reitervereins Ladenburg. Obedience (englisch) heißt übersetzt so viel wie „Gehorsam“. Diese neue Sparte innerhalb des Breitensports, geleitet von Brigitte Schuster seit 2005, erfreute sich immer größerer Beliebtheit und trug auch dazu bei, die Mitgliederzahl auf die magische Zahl von 200 zu steigern.

Desweiteren sei erwähnenswert die Angebotspalette des Vereins mit der Welpenstunde für Neueinsteiger, um die sich Sandra Walter, seit Februar 2007        2. Vorsitzende, rührend kümmert. Flyball unter Klaus Störner und Dogdancing mit Peter Rothenhäuser runden das Betätigungsfeld für unsere aktiven Hundesportler glänzend auf.

 

swhv Verbandsmeisterschaft THS 2008

Das Jahr 2008 stand also ganz im Zeichen der Organisation und Abwicklung der Verbandsmeisterschaften des swhv im Turnierhundesport. Bei einer „Affenhitze“ und unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Rainer Ziegler trafen sich nahezu 600 Teilnehmer am 05. und 06. Juli in den einzelnen Disziplinen zum Kräftemessen. Gestartet wurde in den Disziplinen Geländelauf 2000m und 5000m, Vierkampf 1 (VK1) und Vierkampf 2 (VK 2), Combination Speed Cup (CSC) sowie im Qualifikations Speed Cup (QSC). Die Resonanz auf diese Großveranstaltung war von allen Seiten überaus positiv, was uns letztendlich von höchster Stelle unsere Verbandsvorsitzende Ute Knösel bestätigte. Überragend auch für unseren Verein, denn Peter Breuer mit Cosima in der Altersklasse (AK) 61 männlich im 2000m Geländelauf und Martin Schuster mit Spike in der AK19m  im VK 2 erzielten wir erstmals 1. Platzierungen. Manuela Staub mit ihrem Hund Ruby in der AK30w im Geländelauf 2000m als Dritte und Udo Wälz mit Truc Sisdits im VK 1 in der AK51m als 2. Sieger, rundeten das Vereinsergebnis meisterlich ab. Auch kulturell hatten wir alle Register gezogen, um die Gäste zu unterhalten. Der traditionelle Kameradschaftsabend mit dem Theaterstück „Die russische Prinzessin“ war beste Unterhaltung und fand bei den Teilnehmern riesigen Anklang. Bei der Inszenierung aus der Feder von Vereinsmitglied Ingrid Hanohov wirkten Kirsten und Peter Rothenhäuser, Manuela Müller und Bodo Müller sowie Sandra Walter mit.

Ohne die vielen fleißigen Helfer seitens des Vereins, den Mitgliedsvereinen der KG 03 und der organisatorisch, sportlichen Unterstützung durch den OfT Martin Heß des swhv mit seinem Team und allen Sponsoren wäre dieses Highlight nicht möglich gewesen. Ihnen gebührt unser aufrichtiges Dankeschön!

 

Sportliche Höhepunkte

Das Jahr 2009 begann mit dem mittlerweile traditionellen Drei-Könige-Hunderennen am 06.Januar und beschied dem Verein weitere sportliche Höhepunkte im Turnierhundesport und hochrangige Ergebnisse.

Neben den vielen Teilnahmen an Turnieren innerhalb der KG 03 und benachbarten KG des swhv, orientierte man sich auch über den Leistungsstand bei Vereinen anderer Mitgliedsverbände des dhv.

Fünf Kreismeistertitel und weitere Platzierungen waren der Lohn für permanente und intensive Trainingsarbeit bei den vom SSPV Mannheim ausgetragenen Meisterschaften am 17.Mai. Bei herrlichem Wetter, optimalen Bedingungen und lautstarker Untersützung der vielen anwesenden Fans erreichten im Geländelauf 2000m Peter Breuer (Laika) und Martin Schuster (Fly), im 5000m Geländelauf Peter Breuer (Toby), im VK 2 Kai Strasser (Stella) und Udo Wälz (Chewbacca) im VK 1 jeweils den Platz an der Sonne. Weitere sehr gute Ergebnisse mit einem 2. Platz im VK 1 durch Nicolas Freund und einem 3. Platz von Gernot Beuthen (Kiara) im VK 2 rundeten das Vereinsergebnis glänzend ab.

Die bislang sehr guten Platzierungen unserer Hundesportler und das mittlerweile gesteigerte Trainingspensum gaben im Vorfeld berechtigten Anlass, bei den Verbandsmeisterschaften des swhv im Turnierhundesport in Jechtingen (Kaiserstuhl), die durchaus hochgesteckten Ziele zu erreichen.

Am 04. und 05.Juli 2009 war es dann amtlich. Zum Verbandsmeister des swhv wurden gekührt: Peter Breuer im Geländelauf 2000m (Cosima) in der AK 61m, Peter Breuer im Geländelauf 5000m (Gipsy) in der AK 61m, Kai Strasser (Stella) im VK 2 in der AK 19m.

Weiter hervorragende Ergebnisse erzielten im Geländelauf 2000m Manuela Staub (Carrie) in der AK 30w mit einem 3. Platz und Udo Wälz (Truc Sisdits) im VK 1 mit einem 2. Platz.

Große Hoffnungen hegten unsere Teilnehmer im CSC. Hier startete der VdH Ladenburg mit drei Mannschaften, in einem mit 53 Mannschaften zählenden Teilnehmerfeld. Im Endergebnis mußte man sich leider mit einem undankbaren       2. Platz durch die Startergemeinschaft VdH Ladenburg/Kindenheim (Kai Strasser mit Stella, Gerd Asel mit Leslie und Martin Schuster mit Fly) begnügen.

Eine überaus große Fangemeinde wurde Anfang September in Nürnberg-Feucht  Zeuge eines für den VdH Ladenburg einmaligen Erfolges. Kai Strasser mit seiner Hündin Stella erreichte erstmals in der Vereinsgeschichte den Titel eines Deutschen Meisters im Turnierhundesport des dhv im VK 2 in der Altersklasse 19 männlich mit einem einmaligen Gesamtergebnis von 289 Punkten. Die Startergemeinschaft Ladenburg/Kindenheim mit Kai Strasser, Gerd Asel und Martin Schuster erreichten im CSC mit dem 3. Platz ebenso das Siegertreppchen. Peter Breuer spurtete im 2000m und 5000m Geländelauf auf den 3. und 4. Platz.

Letztendlich war das der Höhepunkt für Kai Strasser bei den Deutschen Meisterschaften im Turnierhundesport des VDH auf Sylt. In der Seniorenklasse im Vierkampf 2 krönte er seine überaus sportliche Laufbahn mit dem Titel des Deutschen Meisters aller Klassen.

Im Ergebnis zeichnete das Jahr 2009 somit die größten sportlichen Erfolge der Vereinsgeschichte. Voller Erwartungen fiebern somit alle dem Jubiläumsjahr 2010 entgegen.

 

Schlusswort

Bei den aufgezeigten Höhen und Tiefen wird es niemanden wundern, wenn diese Chronik Lücken aufweist. Vielleicht vermisst mancher Hundefreund den einen oder anderen Namen, dieses oder jenes Ereignis, das ihm in den vergangenen 100 Jahren bedeutsamer erschien als die erwähnten.

Der große Vater des Vereins, Ehrenvorsitzender August Schäfer wurde unseres Erachtens gebührend gewürdigt. Da wir aber das Geschehen bei den Hundefreunden Ladenburg über viele Jahre verfolgten, würden wir uns einer Unterlassung schuldig machen, ohne dem damaligen Geschäftsführer und Ehrenmitglied Hans Schork ein paar Worte zu widmen.

Ohne seine Kenntnisse und sein Engagement wären Teile dieser Chronik nie geschrieben worden. Er trug zusammen, was in der Erinnerung von August Schäfer fehlte. Und schließlich war es Hans Schork, dessen ausgleichende und ruhige Art verbunden mit seiner vertrauenserweckenden Person das Bild des Vereins der Hundefreunde Ladenburg nach außen prägte.

Immer wieder waren es Idealisten, die das mehrfach leck geschlagene Schiff über Wasser hielten oder es wieder flott machten, wenn es auf Grund gelaufen war.

Sicher ist es die Summe aller Verdienste, wenn nun zum 100jährigen Jubiläum mit der Ausrichtung der dhv Deutschen Meisterschaften und Deutschen Jugendmeisterschaften im Turnierhundesport dem Verein die krönende Ehre seiner Geschichte zuteil wird.

Darin wird belohnt, dass der heute 220 Mitglieder zählende Verein neben der Geselligkeit mit seinen sportlichen Aktivitäten einen weitreichenden Ruf erworben hat.

Der bereits erwähnte Otto-Klingebeil-Pokal, der als Vereinsmeisterschaft ausgetragene Adolf-Weinmann-Pokal, den Roland Kupka stiftete, die Verbandsmeisterschaft des swhv im Turnierhundesport 2008 sowie die Teilnahme an auswärtigen Wettkämpfen trugen das ihre dazu bei.

Aber auch die Prüfung von verkehrssicheren Begleithunden polierte das Image der Hundefreunde auf.

Gerade weil nicht alles in 100 Jahren glatt lief, darf der Verein der Hundefreunde Ladenburg mit besonderem Stolz dieses Jubiläum begehen. Zeigt es doch, dass der heute so eindrucksvoll dastehende Verein keine Selbstverständlichkeit ist. Die vielen ungenannten Helfer in diesem Gebilde mögen sich damit trösten, dass es auch ihnen ein Denkmal setzt.

Gernot Lorsong,1985/Peter Schuster, 2010